MasckaraTheater

 

Das MasckaraTheater ist eine freie Theatergruppe mit Sitz in Tübingen unter der Leitung der italienischen Schauspielerin Laura Conte.

 

Masckarathe ist ein Wort aus einem süditalienischen Dialekt, das aus dem Arabischen stammt und „das Lachen“ oder „das Maskenspiel“ bedeutet.  In seiner Wurzel ist auch das Wort Magie zu erkennen. Ein passender Name für ein internationales Theater, welches sich an der Schnittstelle verschiedener Kulturen und künstlerischer Sparten einfügt. MasckaraTheater scheut sich nicht vor kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden und den daraus entstehenden Konflikten und Auseinandersetzungen. Das „MasckaraTheater“ sucht aktiv nach dem gemeinsamen Nenner. In der Mitte unseres Theaterschaffens steht die Entwicklung von Theaterprojekten, die in direktem Bezug zu aktuellen, gesellschaftlichen und politischen Themen stehen. Durch das Medium Theater wollen wir Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten schaffen und ein Treffpunkt für gemeinsame Erfahrungen anbieten.

 

Das Ensemble des MasckaraTheater besteht zurzeit aus 19 Akteuren:10 Schauspielern,

 

6 Musiker, 1 Aktionskünstlerin und 2 künstlerische Leiter: Laura Conte und Julian Knab.

 

Die Teilnehmer aus 8 verschiedenen Herkunftsländern haben die interkulturelle Theaterperformance „Transit“ zusammen entwickelt.

 

„Transit“ handelt von Menschen, die ihr Leben verändern wollen oder müssen, sei es Flucht oder Migration, der Sprung vom Schulabschluss in die Berufswelt, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Eintritt ins Rentenalter. Es handelt vom Auszug aus dem gewohnten Umfeld und von Ankunft in der Fremde, von Sehnsüchten und Hoffnungen, von Unsicherheiten und Ängsten, die uns bei diesen Neuorientierungen begleiten. In dem wir den Fokus auf diese verschiedenen Situationen richten, führen wir eine neue Betrachtung des „Fremdseins“ ein. Wer ist heute in unserer sich wandelnden Gesellschaft der Ausgeschlossene? Wie schnell kann jeder von uns zum Ausgegrenzten werden? Können wir diese Schwierigkeiten als gemeinsames Problem erkennen?

 

Nicht alle Szenen sind fiktives Spiel, sondern das Ergebnis persönlicher Erfahrungen der mitwirkenden Schauspieler sowie unserer Recherchen über soziale Konflikte in unserer vermeintlich sicheren Gesellschaft. Es handelt sich nicht um eine Bühnenaufführung im herkömmlichen Sinn, sondern „Transit“ ist so flexibel konzipiert, dass die Performance sich jeweils den entsprechenden Räumen anpasst.

 

 MasckaraTheater  bietet außerdem theaterpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche in der Region an.