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Schauspieler*innen können eventuell nach § 4 Nr. 20 a UStG von der Umsatzsteuer befreit werden

Wenn Schauspieler*innen selbständig tätige Unternehmer*innen sind und ihr Vorjahresumsatz (nicht Gewinn) 17.500 Euro übersteigt, müssen sie Umsatzsteuer abführen. Das Umsatzsteuerrecht sieht allerdings verschiedene Ausnahmen vor. Gem. § 4 Nr. 20 a UStG sind Umsätze bestimmter öffentlicher Einrichtungen, die kulturelle Aufgaben wie Theater, Orchester etc. wahrnehmen, umsatzsteuerfrei. Kulturbehörden der Bundesländer können sogenannten gleichartigen Einrichtungen bescheinigen, dass sie ebenfalls kulturelle Aufgaben wahrnehmen. In der Folge müssen auch diese keine Umsatzsteuer abführen.

Viele der zuständigen Kulturbehörden befürworten inzwischen, dass auch Einzelpersonen „gleichartige Einrichtungen“ sein können. Der Weg dahin führte allerdings über mehrere gerichtliche Entscheidungen. Selbständige Schauspieler*innen können aber prüfen lassen, ob für sie eine Bescheinigung gemäß § 4 Nr. 20 a UStG bei der zuständigen Kulturbehörde möglich ist. 

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