INTER-ACTIONS

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more than a dance company

INTER-ACTIONS aus Heidelberg ist „more than a dance company“. Fest verwurzelt in der Tanzkunst verbindet die zeitgenössische Kompanie Tanzproduktionen mit Netzwerkprojekten, offenen Bewegungsformaten und neuen Ideen für gemeinschaftlich genutzte Räume. 

INTER-ACTIONS versteht sich als Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsames Weiterdenken. Oder, wie die Gruppe selbst sagt: „Unseren Namen verstehen wir als kommunikativen Auftrag und Programm.“

Austausch statt fester Grenzen

Gefragt nach dem Besonderen ihrer Kunst antwortet INTER-ACTIONS: „Eigentlich erfinden wir uns in unseren Arbeiten immer wieder neu.“ Tatsächlich widmet sich jedes Stück einer neuen Frage, einem neuen Thema oder einer neuen Perspektive. Was die Arbeiten verbindet, ist weniger ein fester Stil als vielmehr die Neugier auf Reaktionen, Begegnungen und das, was zwischen Menschen entsteht.

Die Stücke entwickeln sich dabei im engen Austausch mit anderen Menschen: mit Expert*innen, mit Menschen, die persönlich von den jeweiligen Themen betroffen sind, und mit Teilnehmer*innen aus der Region. In sogenannten BUILDING-ACTIONS-Sessions werden Bewegungen, Erfahrungen und Perspektiven gemeinsam ausprobiert und reflektiert. Die eigene Körpersprache wird dabei überprüft und weiterentwickelt. Gleichzeitig geht es der Kompanie darum, die Grenzen zwischen Bühne und Publikum immer wieder neu zu überwinden.

Mit Produktionen wie „This is complex“, „FLASHBACK“ oder den aktuellen Arbeiten „At the heart of it all“ und „Sense of Community“ greift INTER-ACTIONS gesellschaftliche, emotionale und soziale Fragestellungen auf. Die Arbeiten reagieren auf Themen unserer Zeit ebenso wie auf künstlerische Diskurse und stellen dabei die Bedürfnisse des Publikums und der Tanzcommunity bewusst in den Mittelpunkt. 

Die Idee der Floating Company

Auch strukturell denkt INTER-ACTIONS Tanz weiter. Mit der „Floating Company“ entwickelt die Gruppe ein ebenso nachhaltiges wie flexibles Modell der Zwischennutzung. Leerstehende Räume werden temporär zu Orten für Tanz, Proben, Begegnung und künstlerische Recherche. Ziel ist es, bestehende Orte mit „Bewegung und Leben zu füllen“. 

Dabei geht es nicht nur um die eigenen Produktionen. INTER-ACTIONS setzt sich auch dafür ein, nachhaltige Strukturen für Tanz in der Rhein-Neckar-Region aufzubauen und lokale Künstler*innen miteinander zu vernetzen und zu unterstützen. Tanz wird hier nicht als abgeschlossener Bühnenraum verstanden, sondern als flexible Kunstform, die Menschen, Communities und unterschiedliche kulturelle Akteur*innen zusammenbringen kann

Erfahrungen mit dem LaFT BW und Wünsche für die Freie Szene

Der LaFT BW war für INTER-ACTIONS früh eine wichtige Anlaufstelle. Besonders prägend war für die Gruppe der Moment, als sie erstmals eine Konzeptionsförderung erhielt: „Endlich hatten wir die Perspektive, drei Jahre lang ein Thema und eine Fragestellung zu entwickeln und mit drei unterschiedlichen Stücken immer weiter auszubauen.“ 

Für die Zukunft wünscht sich INTER-ACTIONS eine Freie Szene, „die mutig und kreativ bleibt“ und in der „Ressourcen geteilt werden und wir uns miteinander befeuern und auch in Zeiten wie diesen immer wieder stärken.“