Herzlich Willkommen!
Wir sind der Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V.
- die Interessensvertretung der Freien Tanz- und Theaterschaffenden. Wir repräsentieren die Vielfalt der Darstellenden Künste Baden-Württembergs. Wir stehen für die Belange der Darstellenden Künste aller Sparten ein.
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Förderung
Nächste Ausschreibungsfristen: 15.05.2026
Antragstellung laufend möglich:
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Unser Förderjahr 2025
1. Förderung geht viel in Zentren, aber: auch der ländliche Raum ist stark vertreten.
Viel Förderung geht in die Metropolen, die gleichzeitig Zentren der Freien Darstellenden Kunst sind. Überraschenderweise liegt Freiburg mit 34 Projekten vor Stuttgart mit 32 Projekten. Mit ein wenig Abstand folgt dann Mannheim mit 19 Projekten.Insgesamt ist die Förderung aber räumlich gut verteilt: ein großer Teil geht abseits der Metropolen.
2. Die Förderung ist fair auf viele Antragstellende verteilt.
Es gibt vergleichsweise wenige Antragstellende, die von mehr als einer Förderung im Jahr profitieren. Nur zwei Antragstellende erhielten jeweils vier Förderungen, vier Antragstellende jeweils drei Förderungen, 20 Antragstellende jeweils zwei Förderungen. Ganze 114 Antragstellende erhielten 2025 nur eine Förderung.
3. Hohe Fördersummen sind vergleichsweise selten.
Über 50 % der Fördersummen liegen im vierstelligen Bereich oder darunter. Mit großem Abstand am häufigsten vertreten sind Summen von 1000€ – 5000€. Summen über 10.000€ finden sich vor allem bei der Konzeptionsförderung, Festivals, größeren Projekten oder der Kombination mehrerer Förderprogramme.
4. Projektförderung und Gastspielförderung überschneiden sich kaum.
Unsere größten Förderprogramme überschneiden sich nur vier Mal. D.h. nur vier Antragstellende haben im gesamten Jahr sowohl Projektförderung als auch Gastspielförderung erhalten. Die beliebteste Kombination ist Projektförderung und Wiederaufnahmeförderung.
5. Es gibt hohen Bedarf nach Förderung – die Zusagequote ist deutlich unter 50%
In den beiden beliebtesten Förderprogrammen ist die Zusagequote um die 40%, bei der Konzeptionsföderung sogar nur 13%. Heraus sticht die Wiederaufnahmeförderung mit einer Zusagequote von 79% – diese fördert allerdings auch recht spezifische Fälle. Derzeit entwickeln wir unsere Förderprogramme weiter. Aus unserem derzeit kleinteiligen Portfolio sollen drei Förderlinien werden: mehrjährige Förderung, ergebnisoffene Künstler*innenförderung und niedrigschwellige Zuschussförderung. Wir halten euch auf dem Laufenden!
*Zur Vereinfachung der Ergebnisse wurden Gastspiel- und Aufführungsförderung zusammengelegt.
**Die Ensembleförderung wurde aus den Daten ausgenommen
Aus 6 Tage Frei wird 3 Tage Frei
Seit Beginn steht 6 Tage Frei für Sichtbarkeit, Vernetzung und solidarische Produktionsweisen innerhalb der Freien Szene in Baden-Württemberg. Die Entscheidung, das Festival trotz drastisch gekürzter Mittel fortzuführen, ist bewusst getroffen worden: als Zeichen der Kontinuität und als kulturpolitisches Statement gegen den schleichenden Rückzug öffentlicher Förderung aus der freien Kunst- und Kulturlandschaft.
Auch in der komprimierten Ausgabe bleibt das Festival seinem Profil treu. Ein Kuratorium aus Fachpersonen verschiedener Genres hat aus insgesamt 112 Bewerbungen eine Auswahl von acht Produktionen und zwei Residenzen getroffen, die exemplarisch für die künstlerische Qualität, ästhetische Bandbreite und Relevanz der Freien Darstellenden Künste in Stuttgart und Baden-Württemberg stehen. Maßgeblich für die Auswahl waren unter anderem künstlerische Qualität, Risikobereitschaft, strukturelle Wirkung, Diversität sowie nachhaltige Produktionsbedingungen.
Eingeladen sind folgende Künstler*innen und Gruppen:
- O-Team (Stuttgart) mit der immersiven Langzeitperformance NACHTSTÜCK N°8
- SoBo Productions / Darja Reznikova und Sade Mamedova (Mannheim) mit dem zeitgenössischen Tanzstück M | Я
- Nana Hülsewig (Stuttgart) mit der performativen Installation ICONIC – Goldene Stunden einer Künstlerin
- Eva Krause (Freiburg) mit dem Physical-Theatre-Solo INTERR_OPTIONS
- River Roux (Berlin / Heilbronn) mit der radikal körperpolitischen Performance JUICE
- Laura Oppenhäuser (Stuttgart) mit der performativen Recherche SANCTUS DOMINUS TAURUS
- Cia Nadine Gerspacher (Teningen) mit dem Tanzduett BirdsLAND
- Tyler Cunningham & Emilia Dorr (Stuttgart) mit der Performance HANDS UP
Für die Residenz wurden ausgewählt:
- Lina Dettermann & Jette Schwabe (Karlsruhe) mit der Recherche im öffentlichen Raum ERIKAS TÖCHTER
- Shibui Collective (Freiburg) mit dem Bewegungs-Workshop TANZ MIT PARKINSON und einer Keynote SHARING OUR PRACTICE
Die Auswahl vereint etablierte wie jüngere künstlerische Positionen, unterschiedliche Produktionszusammenhänge sowie urbane und regionale Perspektiven. Sie macht deutlich: Die Freien Darstellenden Künste sind kein verzichtbarer Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer offenen, streitbaren und demokratischen Gesellschaft.