meet our members: Werkraum Karlsruhe

Ein Ort für künstlerische Teilhabe

Werkraum Karlsruhe, gegründet 2006, ist ein Verein, in dem Theater, Film und soziale Kunst auf natürliche Weise zusammenkommen. Der Verein versteht sich als Initiator, Bindeglied, Vermittler und Veranstalter von Kunst und Kultur. Hier begegnen sich künstlerische Prozesse und gesellschaftliche Relevanz auf Augenhöhe und bilden die Grundlage für ein vielseitiges Programm.

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Jurykommentar 1/2026

„Aus allen Teilen des Landes kamen qualitativ sehr hochwertige Anträge aus den verschiedensten Sparten und Perspektiven der Darstellenden Künste. Die beantragten Projekte sind in vielerlei Weise politisch und gesellschaftsbezogen. Sie sind geprägt von der Frage nach dem Zusammenleben – und fragen nach Gemeinschaft, Kooperation und Respekt. Zudem lässt sich ein verstärktes Interesse der Bildung neuer Netzwerke und an intergenerationalem Austausch beobachten. Auch freut uns sehr, dass die Diversität der Künstler*innen von Jahr zu Jahr weiter zunimmt.

Auffallend ist die starke Lebendigkeit der Szene: Es gibt junge Künstler*innen, die in ihrem Wirken bereits sehr weit fortgeschritten sind sowie lange tätige Gruppen, die nicht davor zurückschrecken, Experimente zu wagen. Besonders stark zeigt sich der Tanz – sowohl in den Zahlen als auch der Qualität. Der Großteil der Anträge stammt aus den Ballungszentren, weniger stark vertreten ist in dieser Runde leider der ländliche Raum. Das mag auch daran liegen, dass es sich im ländlichen Raum noch um eines schwieriger gestaltet, Möglichkeiten zur Kofinanzierung zu finden als (zumindest bislang) in den großen Kommunen.

Was beim Lesen vieler Anträge deutlich wird: Wie stark sich die konkreten oder drohenden Kürzungen auf kommunaler Ebene auf die Künstler*innen auswirken. Existenzielle Sorgen sind omnipräsent, auch wenn diese nicht explizit genannt werden.

Als Jury wünschen wir uns ausführlichere und konkretere Beschreibungen der künstlerischen Umsetzung der beantragten Projekte. Häufig werden vorrangig inhaltliche Konzepte mit ähnlichen Begriffen beschrieben, was es besonders herausfordernd macht, die Anträge zu bewerten. Wir wünschen uns auch mehr Reflexion über das Publikum, das die Künstler*innen mit ihren Vorhaben ansprechen möchten. Für wen wird produziert und warum?

Die vielen Anträge sind auf einem qualitativ sehr hohen Niveau. Aus diesen auszuwählen war keine leichte Aufgabe. Besonders hart trifft dies die Konzeptionsförderung mit nur zwei freien Plätzen. Weit mehr Anträge wären förderwürdig gewesen. Einen Ausbau von mehrjährigen Förderlinien, wie der Konzeptionsförderung wäre wünschenswert, um mehr nachhaltiges Arbeiten zu fördern.“


Die Jury besteht aus Dr. Bettina Sluzalek (Dramaturgin & Kuratorin), Christian Schönfelder (Dozent & Kurator), Sabrina Apitz (Kuratorin & Beraterin), Olivia Ebert (Dramaturgin & Kuratorin), Laila Koller (Strategische Soziokulturplanerin) und Dr. Bettina Schulte (Freie Journalistin). David Vogel (Theatervermittler & Regisseur) fiel leider krankheitsbedingt aus.

Die Jury wählte für die Projektförderung 36 von 114 eingereichte Anträgen aus. Für die Konzeptionsförderung waren es 2 von 18 eingereichte Anträgen sowie für die Förderung Regionale Festivals 6 von 10 eingereichte Anträgen.

Hier können die Projekte eingesehen werden:

Projektförderung 1/2026Konzeptionsförderung 2026Regionale Festivals 2026

Checkliste Urheberrecht für Künstler*innen

Kann ich das so verwenden? Und unter welchen Bedingungen? Dieser und weiterer Fragen gehen wir in unserer ausführliche Publikation zum Thema Urheberrecht für Künstler*innen nach. 

In der neu erschienenen Publikation widmen wir uns insbesondere der erlaubten und unerlaubten künstlerischen Verwendung von fremden Material. Neben ausführlichen, praxisnahen Fallbeschreibung findet ihr als Herzstück eine Checkliste, mit der ihr selbst prüfen könnt, ob ihr Material verwenden könnt.

Der Inhalt wurde von der Kanzlei Laaser entwickelt, einer Kanzlei für die Kunst- und Kulturszene, mit langjähriger Erfahrung im Feld. Die Publikation steht ab sofort zum Download zur Verfügung. 

Wir unterstützen die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart (FTTS)

Mit großer Sorge beobachten wir die geplanten Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt Stuttgart. Sie treffen insbesondere die Freie Szene und gefährden zentrale Strukturen, die über Jahre hinweg aufgebaut wurden. Aber nicht nur Stuttgart ist betroffen, auch viele andere Kommunen im Land.

Mit großer Sorge beobachten wir die geplanten Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt Stuttgart. Sie treffen insbesondere die Freie Szene und gefährden zentrale Strukturen, die über Jahre hinweg aufgebau wurden. Die FTTS ist dabei nicht nur ein lokaler Akteur, sondern ein Impulsgeber mit überregionaler Bedeutung. Ihre Geschäftsstelle, ihre Förderverwaltung, ihre Netzwerkarbeit und ihre kulturpolitische Präsenz sind für die Sichtbarkeit und Weiterentwicklung der Freien Darstellenden Künste in Stuttgart unverzichtbar. Die drohenden Kürzungen, die den jurierten Förderfond Theater und Tanz und die Abspiel- und Wiederaufnahmeförderung der Stadt Stuttgart betreffen, destabilisieren die gesamte Szene.

Diese Entwicklung betrifft nicht nur Stuttgart, sondern zahlreiche Kommunen in Baden-Württemberg: Projektmittel werden gestrichen, Haushaltsentscheidungen verzögern sich und bereits gesicherte Strukturen drohen zusammenzubrechen. Die wirtschaftliche Lage vieler freischaffender Künstler*innen ist prekär. Die Kürzungen im Kultursektor bedeuten neben dem Schwinden künstlerischer Angebote somit auch einen realen Verlust etlicher Arbeitsplätze. Die Freie Szene steht unter massivem Druck, obwohl sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt, gesellschaftlichen Teilhabe und wirtschaftlichen Wertschöpfung leistet. Ihr kommt folglich eine hohe ökonomische Bedeutung zu, die in ihrer Relevanz nicht missachtet werden darf, sondern in ihrer Wahrnehmung gestärkt werden muss.

Der LaFT BW vertritt über 200 freie Theatergruppen und -ensembles mit all ihren Künstler*innen im Land und vergibt jährlich rund 1,8 Millionen Euro Landesfördermittel an die Freie Szene. Wir wissen, wie entscheidend stabile kommunale Strukturen für die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Landesförderung sind. Die FTTS ist ein Beispiel von vielen für eine solche Struktur und muss erhalten und gestärkt werden. Die Freie Szene darf nicht zum strukturellen Verlierer der Haushaltskonsolidierung werden. Ihre Arbeit ist kein zusätzliches Extra, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen, vielfältigen und zukunftsfähigen Kulturlandschaft – in Stuttgart und im ganzen Land.

Wir stehen solidarisch an der Seite der FTTS sowie der gesamten Freien Szene und werden uns auch weiterhin auf Landesebene für angemessene und zukunftsfähige Förderstrukturen einsetzen. Wir machen uns stark für eine Kulturpolitik, die Vielfalt und Teilhabe dauerhaft sichert.


Ausschreibungen & Calls

Frist: fortlaufend

 

Zusammen für Demokratie ist ein bundesweites Bündnis, in dem die Mitglieder Aktivitäten koordinieren und Menschen unterstützen,…

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Frist: 20.01.26 | Festival: 29.–30.04.26

 

Gesucht werden künstlerische Positionen, die Einblicke in Produktionen geben oder als eigenständige…

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Frist: 26.01.2026

 

Mit der Produktionsförderung ermöglicht der Fonds Darstellende Künste langjährig professionell frei produzierenden…

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Frist: 29.01.26, 22:00 Uhr

 

Diese Ausschreibung richtet sich an Einzelkünstler*innen und Kompanien mit dem Vorhaben 2026-2027, eine wegbereitende…

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Frist: 02.02.2026

 

Die Konzeptionsförderung unterstützt bundesweit und international langjährig erfolgreich arbeitende Freie Gruppen, Ensembles und…

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Frist: 02.02.2026, 18:00 Uhr

 

Antragsberechtigt sind in Deutschland ansässige Kompanien/Künstler:innen, die mit einer Tanzproduktion im Ausland…

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