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Wir sind der Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. 

- die Interessensvertretung der Freien Tanz- und Theaterschaffenden. Wir repräsentieren die Vielfalt der Darstellenden Künste Baden-Württembergs. Wir stehen für die Belange der Darstellenden Künste aller Sparten ein.

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meet our members: die apokalyptischen tänzerin*nen

Offenlegen, was verborgen ist.

Weltuntergang, Endzeit, Chaos: All das schwingt vermutlich in den Köpfen vieler Menschen mit, wenn sie den Namen die apokalyptischen tänzerin*nen zum ersten Mal hören. 
Das Stuttgarter Performancekollektiv interessiert sich jedoch weniger für das Ende der Welt als für das Sichtbarmachen verborgener Strukturen. Denn das altgriechische Wort „Apokalypse“ bedeutet ursprünglich nicht Weltuntergang, sondern „Enthüllung“ oder „Entschleierung“. Genau dort setzen die apokalyptischen Tänzer*innen an und erforschen mit den Mitteln der Darstellenden Kunst gesellschaftliche, politische und körperliche Dynamiken. Was sie erreichen wollen, formulieren sie selbst so: Kunst, die offenlegt, was verborgen ist.

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Förderung

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Jurykommentar 2/2026 veröffentlicht

Unsere Projektjury gibt zum bereits zweiten Mal ein gemeinsames Feedback zu den Anträgen der letzten Förderrunde für Projektförderung und Förderung Kulturelle Bildung:

„Viele Anträge waren auch in dieser Runde sehr vielschichtig, abwechslungsreich, relevant und mutig. Sie behandeln politische Themen, ohne plakativ zu sein, sorgen sich um unsere Gesellschaft. Auffällig ist wieder ein starker Tanz. Hier zeigt sich die Wirkung und Bedeutung von starken und langfristigen Förderstrukturen. Die Antragslage zeichnet jedoch auch ein dunkles Bild: Man spürt die fehlenden Gelder der klammen Kommunen und das Wegfallen eines essenziellen Standbeins der Freien Darstellenden Künste. An der Antragslage lassen sich die Auswirkungen der Kürzungen ablesen: Weniger Anträge und höhere Summen, die beim Land beantragt werden. Bereits jetzt ist die Förderquote in der Projektförderung und der Kulturellen Bildung sehr niedrig: nur 27 Prozent aller Anträge können gefördert werden. Bei gleichbleibendem Budget kann die Landesförderung diese Entwicklung nicht auffangen.

Die Sorge um Gemeinschaft, um Zusammenhalt und Demokratie findet sich in den Anträgen immer wieder. Sie zeigen, welch wichtige Sorgearbeit die Freie Szene für die Gesellschaft leistet und welch herausragende Rolle sie für den Erhalt und die Entwicklung unserer Demokratie leistet. Ohne ausreichende Finanzierung bricht dieser wichtige Pfeiler der (Stadt-)Gesellschaften weg. Das gilt es dringend zu verhindern.

Den Wunsch des letzten Kommentars nach mehr Reflexion übers Publikum kamen vielen Anträge nach: weiter so! Was überaus positiv auffällt ist die Weise, wie Themen in den Projekten verhandelt werden. Viele der beantragten Projekte nähern sich diesen in vielschichtiger Weise aus unterschiedlichsten Perspektiven und mit verschiedensten Mitteln.

Was häufig aber recht unkonkret bleibt ist eine Vision der Umsetzung eines Projekts. Wir wünschen uns Ausführungen, die die Vision und künstlerische Handschrift der beantragten Projekte greifbarer machen. Projekte anhand von zugrunde liegenden Theorien und philosophischen Konzepten zu bewerten ist als Jury besonders herausfordernd. Das Feld „Selbstdarstellung“ im Antragsportal sollte von den Antragstellenden noch mehr genutzt werden, um die künstlerische Praxis und Visionen zu beschreiben. Denkbar ist auch eine Beschreibung ausgewählter Projekte. Eine bloße Liste mit Titeln ist in unserer Juryarbeit leider wenig hilfreich, wenn man die Arbeiten nicht schon kennt. Für unsere Arbeit macht gutes Material zur Bewertung einen großen Unterschied. Lasst uns gerne Links auf öffentlich zugängliche Websites und Clouds zukommen, damit wir einen guten Eindruck bekommen, wer ihr seid und was eure Arbeit ausmacht.“

Die Jury wählte für die Projektförderung und die Förderung Kulturelle Bildung 27 von 100 eingereichte Anträgen aus. Das entspricht einer Förderquote von 27%.

Was passiert, wenn wir Sprache vereinfachen?

Gedanken zu Leichter und Einfacher Sprache in Kunst und Kultur

von Kristina van Kempen

Teilhabe ist kein Luxus.
Und sie ist auch kein Gunstbeweis. Sie ist ein Menschenrecht.
Gerade jetzt, Anfang Mai, wird wie jedes Jahr im Rahmen des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig echte Teilhabe ist. Und Teilhabe beginnt oft an einer Stelle, die viele unterschätzen: bei der Sprache.
Barrieren entstehen nicht nur in Gebäuden oder Strukturen. Sie entstehen auch in Sätzen.
In langen, verschachtelten Formulierungen.
In einem Gewirr aus Fachbegriffen und schweren Worten.
In einem Mix aus verschiedenen Sprachen. 

Wer Inhalte nicht versteht, kann nicht teilnehmen. So einfach ist das. 
Das gilt auch für Kunst und Kultur. Egal ob es um Texte ÜBER Kunst – wie Websites, Programmhefte oder Flyer – oder um die Kunst selbst geht: Sprache entscheidet mit, wer die Infos versteht, Zugang hat, wer das Theaterstück genießen oder das Buch verstehen kann. 

Warum also nicht mehr Texte und mehr Kunst in Leichter oder Einfacher Sprache machen?
Natürlich gibt es Kritik, wenn Menschen solche Texte lesen.
Manche befürchten, dass Kunst an Tiefe verliert, wenn Sprache vereinfacht wird.
Andere fühlen sich durch Leichte Sprache unterschätzt oder denken sofort an Texte für Kinder.
Und tatsächlich verändert sich etwas, wenn Sprache klarer und reduzierter wird. Sätze werden kürzer. Metaphern und Bildhaftigkeit verschwinden, Zeitsprünge oder das Erzählen aus verschiedenen Perspektiven werden erschwert oder fallen ganz weg. Es ist wie das Arbeiten mit einem Werkzeugkasten, in dem plötzlich einige Werkzeuge fehlen.

Aber genau darin kann auch eine Chance liegen. Wagen wir doch einmal das Experiment und denken an Literatur, die bewusst in die Reduktion geht. Oder an ein Theaterstück, das mit Minimalismus in der Sprache auskommt. Wir wären nicht die ersten, die diesen Weg gehen. Schon Bertolt Brecht arbeitete bewusst mit Reduktion. Künstlervereinigungen stellen sich selbst Aufgaben und schränken sich durch selbst auferlegte Regeln ein, um sich sprachlich weiterzuentwickeln. Und das Literaturhaus Frankfurt erarbeitete mit dem Piper Verlag und 13 großartigen zeitgenössischen Autor*innen bereits zwei Bücher mit Erzählungen in Einfacher Sprache. Bücher, die für alle gedacht sind. Für die Studentin ebenso wie für einen gerade erst Deutsch lernenden Menschen oder den 90-Jährigen, der sich vielleicht nicht mehr auf einen 500-Seiten-Wälzer konzentrieren kann. Um es mit den Worten des Projektleiters Hauke Hückstädt zu sagen: „Durch Reduktion ist schon immer gute Kunst entstanden.“ 

Wagen wir also das Experiment – möglicherweise ist es ja gar kein so großes Wagnis – und gehen wir davon aus, dass Verständlichkeit nicht automatisch Vereinfachung im negativen Sinn bedeutet.
Oft entsteht durch Reduktion etwas Neues: mehr Klarheit, mehr Rhythmus, mehr Direktheit. Vielleicht lernen wir unsere Art, Kunst zu machen, so von einer neuen Seite kennen. Und nehmen dabei ganz nebenbei noch eine ganze Menge mehr Menschen mit.

Ausschreibungen & Calls

Frist: fortlaufend

 

Zusammen für Demokratie ist ein bundesweites Bündnis, in dem die Mitglieder Aktivitäten koordinieren und Menschen unterstützen,…

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Frist: fortlaufend

 

28.02. für Aufführungen zwischen Anfang Mai und Ende August

30.06. für Gastspiele zwischen Anfang September und Ende…

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Deadline: 12.08.2026

 

K3 | Tanzplan Hamburg provides three paid eight-month residencies to choreographers who are at the beginning of their career…

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Frist: 04.09.2025

 

Mit dem Innovationsfonds Kunst unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst innovative Vorhaben von…

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Frist: 15.09.2026

 

Mit der Produktionsförderung ermöglicht der Fonds Darstellende Künste langjährig professionell frei produzierenden…

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Frist: 30.09.26

 

Wie kann man in Kultureinrichtungen über erfahrene Diskriminierung und sexuelle Belästigungen sprechen? Wie kann eine Feedback- und…

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